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Als
der liebe Gott mal so einen richtig guten Tag hatte, nahm er eine hübsche
kleine palmenbewachsene Karibik-Insel, baute ein nettes Riff vor die
Südküste, schickte den Winter-Nord-Ost-Passat vorbei, heizte
das Wasser auf "Windfee-taugliche" 27 Grad (die Luft sowieso),
gab ein paar wilde Rastafaris, Reggae und - ganz wichtig - genug Carib
und Stag-Bier dazu, schüttelte das ganze ein paar Mal kräftig
und nannte es:
Tobago!!!!! |
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Leider
mußten wir bei unserem Besuch dort im März 2003 dann doch
feststellen, daß der alte Herr vielleicht guten Willens war, aber
garantiert kein Windsurfer!!! Denn sonst wäre ihm aufgefallen,
daß es da doch noch einiges nachzubessern gegeben hätte!!!
Trotzdem wollen wir jetzt mal nicht meckern - obwohl der Wind in unserem Fall ganz böse geschwächelt hat, hatten wir zwei Wochen lang eine ganze Menge Spaß!! |
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Links
der Bilderbuchstrand des Pigeon Point, rechts das Ganze aus der Satellitenperspektive:
ganz deutlich ist links oben der Channel im Buccoo Reef zu sehen, innerhalb des Riffes ist auch wirklich richtig viel Platz zum Speeden, bei Ebbe sogar in großen Teilen stehtief. |
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Der
Spot
Die Spotberichte überlasse ich diesmal
größtenteils anderen (der von Dirk ist auch wirklich super-ausführlich
geworden). Ich kann dazu nur noch sagen, daß ich den Spot einen absoluten
Traum gefunden hätte, wenn es einfach nur etwas mehr Wind und Welle gehabt
hätte....und das soll es wohl wirklich ab und zu geben - die Leute vom
Learnival von surf & action (eine Woche vor uns!!!) hatten jedenfalls
Glück und sind eine Woche lang in 1 - 2 m Welle mit 5 - 6 Bft Sideshorewind
herumgekurvt!! Das Revier würde ich aber tendenziell auf keinen Fall
reinen Wavern empfehlen, aber für Freestyler und Freerider ist es ein
Traum!!
Dann sollte man auch die Surfschuhe nicht zuhause lassen, wenn man nicht mit
einer Sammlung Seeigelstacheln und Korallenschnitte im Fuß den Heimweg
antreten will (oder man vermeidet Bodenkontakt wie ich....ist aber auch nicht
immer ganz einfach!!!)
Für Hotels etc. gibt es auch noch mal eine ausführliche Rubrik bei
den Informationen
Ebenso
für so Kleinigkeiten wie Weggehen, Essen usw.....
Kleiner Tipp noch für die Mitnahme von eigenem Material: die Condor nimmt
für Surfgepäck inzwischen 60 €, die British Airways, falls
man über London fliegt, 150 €. Der Transfer vom Flughafen zur Station
dauert zwar nur zehn Minuten und dafür scheinen einem die 20 € Transport-Kosten
vielleicht viel, aber ich kann trotzdem nur empfehlen, den Boardtransfer vorher
zu buchen, denn bei unserer Ankunft gab es am Flughafen weder Pick-ups, noch
Autos mit Dachgepäckträgern...und nach dem langen Flug hat man sicher
keine Lust, das Surfzeugs zu Fuß zur Station zu schleppen!!!
;-)
Eine extrem ausführliche Beschreibung des Spots und Crown Points findet
ihr auch auf der
sehr empfehlenswerten Website des Surf-Reiseanbieters surf
& action.
Den Katalog dazu könnt ihr unter folgender E-Mail bestellen: info@surf-action.com
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Absolute
Traumlage - die Surfschule der
World of Watersports am Pigeon Point |
Schaut
zwar ziemlich Rasta-cool aus, ist aber supernett: der Kite- und Surflehrer
O'Ryan
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Man
sollte Statistiken zwar niemals Glauben schenken, aber hier ist trotzdem
eine - rein
zur Übersicht |
Spotbericht
von Dirk aus München
(Reisezeit: 2 Wochen Mitte April 2003)
Pünktlich
zum April war es auch bei mir mal wieder so weit: bevor mich der Winter-Blues
packt, musste ich weg!!
Die Messlatte: warm... windig... Wellen... und wie üblich nur 3 Wochen
Zeit zum Planen!!!!!
Was tun, wenn man nicht zum fünften Mal nach Cabarete will????
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Angestachelt durch den Bericht in der surf (10/2001) begann ich, mich über Tobago schlau zu machen. Der erste Treffer mit Google (www.windsurftobago.com) sorgte gleich für etwas Verwirrung: die Seite des ehemaligen Leiters der Station am Pigeon Point, der wohl nicht gerade im gegenseitigen Einvernehmen von dort weggegangen ist, verbreitet (Dis)informationen, die ich jedenfalls nicht nachvollziehen kann. Ziemlich schlechter Stil meiner Ansicht nach - allerdings scheint die Site inzwischen nicht mehr aktiv zu sein. Die Seite der aktuellen Station www.worldofwatersports.com war leider auch nicht sehr informativ, am meisten Informationen in Bezug auf Windsurfen fand ich noch bei surf&action, jedoch natürlich wie in Surfreiseprospekten üblich von einem gewissen Geschäftsinteresse gefärbt. Deshalb hier als Ergänzung zu Martinas Bericht meine eigenen Erfahrungen, wobei ich mich auf Informationen beschränken werde, die ich selber über Internet und Reiseführer nicht bekommen habe oder die teilweise aus meiner Sicht etwas falsch dargestellt werden. |
Surfspot:
Der Spot liegt an der Spitze der Landzunge Pigeon Point in einem Club Resort,
für das man täglich 18 TTD bzw 60 TTD (= 10 €) pro Woche Eintritt
bezahlt. Unangenehmer Nebeneffekt: Damit sich keine Fremdkörper einschleichen
können, wird man mit einem Armbändchen à la All-Inclusive-Urlauber
ausgestattet. Die Farben wechseln täglich, von Neonorange bis Leuchtgrün
war alles dabei. In der Anlage patrouillieren Wachen in blauer Uniform und
kontrollieren Armbändchen – kein Kommentar!!!!
Dafür bewegt man sich in einem traumhaften karibischen Garten , der einem
auch einen täglichen Fußmarsch zur Surfstation (15-20 min ab Surf
Side Hotel) durchaus angenehm machen kann. Der Strand wird täglich gereinigt,
und ein paar Meter von der Surfstation entfernt gibt es einige Imbissstände
und eine Strandbar. Hier ist leider um 5 Uhr nachmittags schon Zapfenstreich
(wie auch in der Surfstation, dadurch passt es dann wieder). Für das
Feierabendbier auf dem „Jetty“ (der berühmte Steg von den
Klischeebildern) muss man sich aber etwas beeilen.
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| Der
Blick auf den Pigeon Point beim Anflug |
Trotz
All-Inclusive-Plastikarmband ein wunderschöner Aufenthaltsort!!! |
An
dem Spot ist wirklich Platz genug für jeden!! |
Surfstation:
Die Station ist mit Mistral-Boards und Northsegeln
ausgestattet. Da das Saisonende nahe war, waren einige Segel und Boards schon
sehr mitgenommen, ohne Reparatur war fast keines. Die Preise vor Ort sind
kräftig, es lohnt sich sicher, über surf&action vorzubuchen.
Für Storage ist relativ viel Platz vorhanden.
Die eingelagerten Boards und Segel liegen in Ständern und Regalen außerhalb
der Stationshütte, die Nachts nicht abgesperrt sind. Durch den Resortcharacter
der Anlage mit Nachtwachen scheint es bisher keine Probleme zu geben, wobei
das Leihmaterial über Nacht in der Hütte eingesperrt ist... (?)
Der Sonnenschutz für den Storagebereich war etwas desolat, ab dem Nachmittag
braten einige der Boards dann in der Sonne. Wasser gibt es an der Station
keines, eine Dusche ist aber ganz in der Nähe. Nur Segel und Bretter
entsalzen ist schwierig. Preis: Bei Buchung vor Ort 700 TTD für 2 Wochen,
Jenny hat für mich noch mal auf 600 TTD verhandelt (+10% für sie...
kann man also fast genauso gut selber buchen).
Über surf&action kostet es laut Martina 80 Euro.
Unterkunft:
Das Surf Side Hotel (Tel. und E-Mail unter Infos/Unterkünfte)
ist - außer dem Hotel Conrado, wo man ungefähr
das Doppelte zahlt, dafür aber auch direkt am Meer wohnt und auf der
Terrasse bei einem Stag oder Carib (Local-Bier) den Sonnenuntergang genießen
kann - dem Surfspot am nächsten gelegen (15 - 20 min zu Fuß). Der
Charme des Hotels hat sich mir nicht ganz erschlossen, es hat mich eher an
ein amerikanisches Motel erinnert.
Die Blockhütte im Inneren der Anlage sieht von außen recht nett
aus, mein Apartment war auch ganz in Ordnung (Herd, Kühlschrank, Esstisch,
Bad mit Dusche), wurde innen allerdings ausschließlich von Neonröhren
beleuchtet, die man wegen der kleinen Fenster teilweise auch tagsüber
braucht, und hatte leider auch keine eigene Terrasse oder Balkon. Die für
die Allgemeinheit bestimmten Tische und Bänke vor der Hütte sind
abends und nachts ebenfalls von Neonsonnen angestrahlt, der Gemütlichkeitsfaktor
ist also eher niedrig. Am besten ist noch der Pool, der direkt davor ebenfalls
im Innenhof liegt. Die anfliegenden Moskitos
kann man mit Autan ganz gut bändigen.
Bezahlt habe ich 35 US$ pro Nacht zuzüglich der 10% für Jenny. Was
es gekostet hätte, wenn ich selber angefragt hätte, weiß ich
nicht. Anfragen per Fax oder E-Mail werden seitens Surf Side Hotel nicht unbedingt
beantwortet, wie ich auch von anderen Leuten an der Surfstation erfahren habe.
Umso erstaunlicher, als das Hotel bei meiner Ankunft fast ausgestorben war
und erst zu Ostern ein paar Leute mehr dort waren (hauptsächlich Kurzurlauber
aus Trinidad).
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| Das
Surf Side Hotel von vorne |
Blick
im Hof auf den Pool und das Rückgebäude |
Etwas
rustikaler Geschmack...aber alles da, was man braucht - und sauber!!! |
Essen:
In den Restaurants Essen zu gehen ist relativ kostspielig (Hauptgerichte ab
ca 80 TTD, entspricht etwa 13 Euro). Wenn man nicht selbst kochen will, bieten
sich an der Abzweigung von der Hauptstraße Richtung Pigeon Point folgende
Alternativen, wo man für
30 - 40 TTD ein vernünftiges Abendmahl bekommen kann:
Chef’s BBQ: gegrillte Chicken-, Pork-,
Lamb- und Fishteile mit Fries, Kartoffeln, Nudeln etc., auch sehr zu empfehlen:
der Cheeseburger!
Pizza Express: die Pizzen sind in Ordnung (natürlich
kein italienischer Standard), bei den Nudeln scheiden sich die Geister (manche
fanden sie super...)
Etwas weiter Richtung Flughafen gegenüber von „Jimmy’s Mart“,
wo man bis auf Gemüse so ziemlich alles für den täglichen Bedarf
bekommt, gibt es noch einen recht guten BBQ-Stand,
zu erkennen an der riesigen Rauchfahne, die sich über die Straße
ausbreitet.
Mittags kann ich nur empfehlen, am Strand rechts in der Nähe der Surfstation
an den kleinen Kiosken „Bake&Fish“ oder „Bake&Cheese“
zu probieren: frisch zum Fladen fritierter Hefeteig mit Salat und Fish, Cheese,
oder Chicken für 10-15TTD. Lecker!
Weitere
Tips:
www.mytobago.info
Allgemeine Informationen über Tobago von einem britischen Ehepaar, das
die Insel zu seinem Paradies erklärt hat. Sehr ausführlich und vor
allem relativ neutral. Unterkunft, Essen, etc.
www.candlesinthewind.8k.com
.... ist ein relativ neues Guesthouse, das nicht weit vom Surf Side liegt.
Auf eine kurze Anfrage von mir per E-mail wurde mir ein Zimmer für 35US$
(für 1 Person) angeboten, der Eigentümer wollte auch die Organisation
von Materialtransfer und Storage für mich übernehmen. Klingt auf
jeden Fall ganz interessant.
Zu guter
letzt – was mich das Ganze gekostet hat:
Flug
incl. aller Gebühren: 569 Euro (über
Skyways...) mit Condor,
zzgl. 60 Euro für das Surfmaterial + Fahrt
nach Frankfurt,
da Condor Tobago nur von dort anfliegt.
Unterkunft 14 Tage: ca. 520 Euro
Essen, Leben, Sonstiges: ca. 420 Euro
Wenn Ihr sonst noch Fragen an mich habt: dirk.boeckelmann@freenet.de
Tobago
war einfach wunderbar. Ich liebe die Karibik. Sie zieht mich immer wieder in ihren Bann, allein dadurch, dass Musik und Freude überall zu spüren ist. Margarita, Coche, Barbados, St. Lucia und jetzt Tobago: tatsächlich eine Steigerung, wenn auch jede Insel und jeder Spot so seine wunderbaren Eigenheiten hat. Hängt natürlich auch immer wieder davon ab, mit welchen Menschen man zusammentrifft und da hab ich einfach immer riesiges Glück. |
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Zu
Deinen Fragen: Das Revier ist gewöhnungsbedürftig, weil der Wind recht böig ist. Wenn er stark genug weht, dann kannst Du die Böen gut durchgleiten und es ist nicht schlimm, bei wenig Wind aber total nervig. In der ersten Woche war der Wind prima und auch so lange, dass ich jeden Tag 3-4 Stunden auf dem Wasser war. Die Bucht ist einfach traumhaft schön und auch groß genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. |
| Hier
mein Dreizeiler zu Wind, Wasser und Leuten auf Tobago. Sehr angenehm überrascht war ich von dem noch nicht vorhandenen Massentourismus. Die Leute auf Tobago sind noch nicht verdorben und überaus freundlich. Der gesunde Menschenverstand sollte trotz alledem nicht aussetzen und ein Feilschen um einen besseren Preis ist durchaus angebracht. |
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Das
Klima im März war mit 27 Grad angenehm auch die Luftfeuchtigkeit
nicht zu hoch. Man sollte sich im Klaren darüber sein, daß
man in die Karibik reist und auf Tobago Reggae, Rum trinken und Rauchen
immer zum täglichen Leben gehört. Besonders lange haben die
Menschen auf Tobago das "Limen" ( = rumhängen und nichtstun)
geübt und bis zur Perfektion ausgebaut; für uns überhektische
Deutsche schwer in 3 Urlaubswochen zu erlernen... |
