Mai - Juli 2001
| Ich hatte schon lange den Traum, eine Zeitlang in Spanien zu leben, um mein Spanisch auf das Level meiner restlichen Fremdsprachen zu bringen und endlich auch mal mehr Zeit für meine Malerei zu haben. Da es mir letztes Jahr im September in Tarifa so gut gefiel, wußte ich endlich, wo ich diesen Traum umsetzen wollte. Meine Chefin mußte nur noch überzeugt werden, mir unbezahlten Urlaub zu geben und der Rest war einfach. |
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Damit ich in dieser Zeit allerdings den Kontakt zu meinen Freunden nicht verliere, werde ich - wenn alles klappt - auf dieser Seite Tagebuch führen über Wind & Wetter, meine Fortschritte im Malen (oder auch Rückschläge...) und was mir dort halt sonst noch so für Blödsinn einfällt....... |
Donnerstag, 3. Mai 2001: nachdem ich die letzten Tage wie auf rohen Eiern gefahren bin, um meine Abreise nur ja nicht durch einen Crash zu gefährden, schaffe ich es doch tatsächlich noch, genau eine Stunde vor der geplanten Abfahrt beim Rechtsabbiegen einen netten Auffahrunfall zu bauen - Murphy's Law!!!!! Gottseidank springt mein Lieblings-Automechaniker Horst ein und schafft es tatsächlich, die lädierte Stoßstange, Blinker etc. bis zum Abend in Ordnung zu bringen.....so hätten die mich nämlich niemals in die Schweiz gelassen!! So beehre ich wenigstens meinen Ex-Freund Dani mit einer Übernachtung und wir können endlich mal wieder über alte Zeiten am kalten Urnersee plaudern.
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Am nächsten Morgen geht es weiter über Genf, das Rhônetal, vorbei an Montpellier bis nach Leucate, ein kleines französisches Kaff an mehreren flachen Salzseen - der Traum aller Flachwasser-Heizpiraten! An diesen Spot habe ich etwas gemischte Erinnerungen, weil es mich damals drei Tage lang permanent bei bis zu zehn Beaufort mit meinem 295er F2 Bullit in die in Lee liegenden Felsen trieb, was mir meine Füße auf Tage hinaus ruinierte (Miesmuscheln, Teer, Seeigel, etc....). Diesmal weht nur ein netter 5 Beaufort Tramontana und ich weihe endlich für ein Stündchen meinen 8'4''er Naish ein.
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Nach diesem gelungenen Auftakt heize ich weiter, vorbei an Perpignan und Barcelona, bis ich gegen 23 Uhr nach Sagunto kurz vor Valencia komme, wo ich früher mit meinen Eltern mal geniale Ferien verbracht habe. Dort parke ich direkt am Strand mit Blick auf das mondüberflutete Meer und schlafe so gut, dass ich am nächsten Morgen fast den atemberaubenden Sonnenuntergang verpasse. Den Rest der Tour macht mein Espace praktisch von allein: tapfer schlägt er sich durch wiederholte Platzregen, vorbei an ziemlich desaströsen Unfällen und schafft es sogar, die diversen lebensmüden Hunde auf der Autobahn nicht zu überfahren. Nachdem ich gegen vier Uhr nachmittags Granada, Malaga und Almeria hinter mir gelassen habe, kommt der schönste Anblick: die Hunderte von Windgeneratoren auf den Hügeln kurz vor Tarifa!!!! Sofort rufe ich Nick an, die ich noch vom letzten September kenne und darf sogar gleich mit den Pferden vom Hotel Hurricane, wo sie arbeitet, auf einen Ausritt an den endlosen Strand. Eigentlich hatte ich mir die Reise allein weitaus schlimmer vorgestellt!!
Montag, 5. Mai 2001: Die nächsten vier Wochen werde ich fünf Tage die Woche brav um halb zehn in der Escuela Hispalense sitzen und Spanisch büffeln...irgendwie will ich mit den Leuten hier ja auch mal reden können!!! Meine Lehrer heissen Gaspar, Lola und Hortensia und sind alle supernett! Dadurch, dass ich glücklicherweise kein ganz blutiger Anfänger mehr bin, habe ich nur zwei Mitschülerinnen, Sarah aus der Schweiz und Chie aus Japan…da Sarah die erste Woche aber krank ist und Chie permanent schwänzt, komme ich aber sogar in den zweifelhaften (da verdammt anstrengenden) Genuss von Einzelunterricht - und mache ganz anständige Fortschritte!! Spanisch ist halt einfach meine absolute Lieblingssprache!!!!
Nur an meiner (sehr netten!!!) Gastfamilie, bei der ich mich extra eingemietet habe, um gezwungen zu sein, Spanisch zu reden, scheitere ich regelmäßig: der andalusische Akzent ist für mich einfach wie tiefstes Niederbayrisch für einen Japaner....völlig unverständlich!!!! Vor allem die ca. achtzigjährige, leicht taube Oma der Familie gibt mir permanent Rätsel auf. Ansonsten sitzt sie aber den ganzen Tag vor dem auf voller Lautstärke laufenden Fernseher und schaut sich die kitschigsten Serien an, die man sich nur vorstellen kann - nicht mal zum Spanischlernen könnte ich die ertragen!!! Ansonsten gibt es da noch zwei Hunde, einen riesiggroßen und einen häßlichen kleinen - der immer unter meinem Bett schlafen will und dort immer so lange schnarcht und grunzt, bis ich ihn schließlich rausschmeiße - und mindestens zwei Katzen. Es ist schon sehr lustig, bei so einer richtigen spanischen Familie zu wohnen, zum Beispiel kann man auch ab sieben Uhr abends den Hausherrn im Pyjama vor dem Fernseher bewundern, denn vor dem Abendessen um elf Uhr nachts wird ja nochmal Siesta gehalten.
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Ach ja, da war doch noch was!!?? Bin ich nicht eigentlich auch zum Surfen hergekommen??? Der Wind schwächelt in den ersten Wochen etwas, was an dem noch recht feuchten, etwas deprimierenden Wetter liegen mag. Das kann mir aber auch nur recht sein, weil ich - wie der gesamte Rest der Schule - mit einer fetten Grippe darniederliege!!! Ob es jetzt an dem Regen lag, oder an dem komplett durchfeierten ersten Wochenende, will keiner so genau wissen!! Jedenfalls haben wir einige nette Poniente-Tage für Segel ab 5 qm und zum Warmwerden reicht es ganz gut!! Nach zwei Wochen intensiver Suche finde ich dann endlich einen Ort, an dem ich auch malen kann: eine kleine Casita im Garten einer permanent bekifften, supernetten, englischen Hippie-Familie in einem gottverlassenen, stromlosen Tal hinter Tarifa, zehn Minuten zum Zentrum mit dem Auto!! Die Casita ist halb marokkanisch, halb indisch eingerichtet, hat ein riesiges wunderschönes Himmelbett, ist einfach saugemütlich (allerdings auch sauteuer!!!) und morgens wird man nicht von ohrenbetäubendem Mopedgeknatter geweckt, sondern von einer Sinfonie aus Kuhglocken, Hundegebell und Ziegengemecker!!! Und den ganzen Tag bekomme ich Besuch von den Hühnern, Hunden und Katzen - eine Idylle!!!! Perfekt, um so richtig kreativ zu werden - Inspirationen gibt es genug, ganz Tarifa ist ja voll von Künstlern...die wissen schon, warum! |
Montag, 28. Mai 2001: der Beginn einer ziemlich dramatischen Woche (das zu erklären würde jetzt zu weit führen!), nicht nur, weil endlich der Levante über Nacht mit voller Wucht loslegt und ich mich plötzlich mit der Frage konfrontiert sehe, ob ich mir nicht doch noch ein 3,0er Segel zulege!!!!! 7 - 10 Beaufort über vier Tage sind nicht mehr lustig!!!! Selbst in Canos de Meca, letztem Ausweg bei Starkwind, sind nur noch drei Cracks mit 3,3 qm auf dem Wasser - no chance!!! Ich rede mich schliesslich damit raus, dass ich Antibiotika nehmen muss und nicht aufs Wasser darf und komme so um die Anschaffung noch eines Segel herum. Nicht herum komme ich dafür um diverse Lädierungen am ersten Tag, die allerdings gegen meine bisherigen Blessuren geradezu lächerlich erscheinen!!
Ich fange an, das Revier nicht mehr so ganz unter meine Favoriten zu rechnen, denn - um mit den Worten eines altbekannten Tarifa-Hassers (der verständlicherweise hier nicht genannt werden möchte!!!) zu sprechen: "In Tarifa hat es entweder zuviel Wind, oder zuwenig!!!!" Recht hat er, leider - auch wenn ich es ungern zugebe!! Aber die zwei Tage danach mit einem 4,7er Segel versöhnen mich wieder....es ist halt einfach doch der traumhafteste Spo(r)t der Welt!!!!
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Damit mein Spanisch schneller besser wird, treffe ich mich zweimal die Woche mit Angeles, einer supersympathischen Spanierin, die bei Radio Tarifa arbeitet und an deren Andalusisch ohne "s" und "j" ich mich relativ schnell gewöhne. Durch sie erfahre ich auch Sachen von Tarifa, die so ein Halb-Touri wie ich sonst so nicht mitbekommt und rede über Themen, die wir in der Schule nicht so behandeln, die aber immens wichtig sind (Männer, etc.....). Außerdem finde ich in der Casita endlich den richtigen Rhythmus zum Malen: den ganzen Vormittag und abends bin ich fleißig und versuche, den durch die sengende Sonne immer blasser werdenden Hügeln um mich herum starke Farben entgegenzusetzen, am frühen Nachmittag tobe ich mich dann auf dem Wasser aus.
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Mitte der Woche kommt auch noch mein Vater zu Besuch und wir schauen uns ein bißchen die wirklich sehenswerte Gegend im Hinterland von Tarifa an: ein Traum für Mountainbiker und Kletterer - sogar mich packt es und ich kraxele mit meinem Vater zu zwei wunderschönen Wasserfällen hoch. Ansonsten knattert er mit seinem gemieteten schnieken Retro-Moped gegen den Starkwind an, besucht die entlegensten Straende, macht die Militärs nervös und kennt die Gegend bald besser als ich. Ach ja....und er lässt sich vom Kite-Virus anstecken (der bisher noch locker an mir vorbeigegangen ist....Schwachwindsport!!!!) - man kann gespannt sein, was daraus noch wird. Wahrscheinlich werden wir ab August gemeinsam den Gardasee unsicher machen mit der Frage, wer schneller ist: ein Kiter, oder ein Surfer!!!??
Mein Vater bringt mich auch auf die Idee, im kultigsten Ambient-Club der Stadt, dem SOUL CAFE, eine Ausstellung zu machen und nach einem Treffen mit den Besitzern legen wir den 28. Juni für die Vernissage fest!! Oh je, und das heißt, ich muss mich echt zusammenreißen, um die restlichen drei Bilder, die ich im Kopf habe, auch noch wie die bisherigen auf eine präsentable Leinwand zu bringen. Dazu kommt noch, dass ich mich Hals über Kopf in Rob, einen Industriedesign-Studenten aus Den Haag verliebe (ja, ich weiß - jeder hat es mir prophezeit, aber ich hätte es halt doch ganz gern vermieden!!!) und das trägt auch nicht gerade zu meiner Konzentration bei. Aber ich versuche, fleißig und monstermäßig kreativ zu sein und dank deutscher Gründlichkeit und Organisation bis zur Deadline fertig zu werden.
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Samstag, 23. Juni 2001: ein Wochenende in Sevilla mit Rob muss trotz Malmarathon der letzten Tage mal drin sein und es wird ein totaler Traum!!!! Wir wohnen direkt neben dem alten Alcazar und besuchen alles Sehenswerte der Stadt: die Kathedrale, die Casa de Pilatos, das Viertel Triana mit der Ausgehmeile Calle Betis und am nächsten Morgen meinen Lieblings-Antiquitäten-/Flohmarkt auf der Alameda de Hercules. Rob lacht sich echt tot über den ganzen unglaublichen alten Kram, der dort den Besitzer wechseln soll, aber wenn man genau hinschaut, findet man auch irre schöne alte Silbersachen, Rahmen, Kerzenständer, etc. - meine ganze Wohnung ist ja schon voll davon von meinen letzten zwei Besuchen und natürlich mußten auch diesmal ein paar Kleinigkeiten daran glauben! Danach gehen wir noch zur Plaza Alfalfa, wo es einen kleinen Haustiermarkt gibt und wo ich entscheide, mir in Marokko einen grossen alten Käfig zu kaufen und mir wieder einen Hamster zuzulegen, komme was wolle!!!! Diese Viecher sind einfach zu putzig - am liebsten hätte ich gleich einen mitgenommen! Im Park bei der Plaza Espana halten wir erstmal Siesta im Schatten einer grossen Palme, damit wir fit sind für einen grossen Event am Abend, den Auftritt des Nederlands Dans Theater in einem Hof des Alcazar. Zufälligerweise kommt das Ensemble aus derselben Stadt wie Rob und da mußten wir natuerlich hin! Ich war ja schon lange nicht mehr in einem modernen Ballett und war dementsprechend beeindruckt!! Wenn das restliche Den Haag auch so witzig, innovativ und kreativ ist, muss ich wirklich mal hin - auch wenn das Wasser von Scheveningen viel zu kalt und scheußlich ist zum Surfen!!! |
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Samstag, 30. Juni 2001: Diesmal hat der Levante netterweise abgewartet, bis ich meine Vernissage vorgestern abend im Soul Café hinter mich gebracht habe und legte in der Nacht mit gemäßigten 6-7 Beaufort los, so daß ich gestern ausnahmsweise mal mit 3,8 qm fahren konnte und sogar das Gefühl hatte, alles unter Kontrolle zu haben. Zwar die üblichen Stürze beim Springen üben, aber keine krassen Böen wie sonst und richtig schön zu fahren.
Tja, und was passiert, wenn man sich so richtig schön in Sicherheit wähnt????? Es zerlegt einen gleich so richtig!!!!! Ich lag geradezu ausgeknockt im Wasser und erst, als jemand fragte, ob er mir helfen kann, habe ich gecheckt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist!!! Das Verrückte ist, ich kann mich an nichts erinnern!!!!! Naja, ich bin erstmal ewig meinem Material hinterhergeschwommen, bin ganz wackelig zum Ufer zurückgefahren und musste aufgrund der leicht entsetzten Blicke der anderen feststellen, dass meine linke Schläfe ziemliche Alien-Ausmaße angenommen hatte, außerdem hatte ich anständige Koordinations- und Sehprobleme und richtig fette Kopfschmerzen.
Von meiner "Mast-an-den-Kopf"-Erfahrung vom letzten Jahr auf den Kapverden schwante mir gleich Böses und richtig: eine leichte Gehirnerschütterung und ein doppelt so großes blaues Auge wie letztes Jahr!! Langsam muss ich echt aufpassen, daß aus der Windfee nicht die "Sturzfee" wird!!! Ich schau aus wie aus 'nem Comic!!!! Heute mußte ich trotz Levante den ganzen Tag im Bett bleiben - shit!!!
Wenigstens hat meine Vernissage sehr viel Spaß gemacht und so war es trotz allem eine sehr erfolgreiche Woche! Die Crew vom Soul Cafe hat sich wirklich sehr viel Arbeit gemacht, es gab Bellini-Cocktails (sehr gefährlich!!!) und ein kleines Buffet und fast alle meine Freunde aus Tarifa haben vorbeigeschaut. Wirklich irre, wie gut die Bilder in dieses alte Gemäuer und auf die roten und blauen Wände passen, auch die Beleuchtung macht sehr viel aus! Ich hätte ja nie gedacht, dass ich in der kurzen Zeit hier nicht nur zum Malen komme, sondern daß es sogar für eine Ausstellung reicht - dafür muss ich leider zugeben, dass ich im Surfen überhaupt keine Fortschritte gemacht habe....irgendwie ist Tarifa aber auch nicht so ganz einfach!!!
Dienstag, 10. Juli 2001: Schon irre, wie schnell ich mich zur Spanierin mausere: am besten erkennt man es beim Autofahren - gestern habe ich mich sogar dabei ertappt, wie ich zum zweitenmal bei Rot über die einzige Ampel Tarifas gefahren bin (das war allerdings auch mitten in der Nacht und kein Auto weit und breit!!!). Anschnallen gibt es schon lange nicht mehr und vor Zebrastreifen bremse ich auch nur noch wiederwillig!! Was ich mir allerdings NIE angewöhnen werde, ist die wilde Huperei der Spanier (das nervt!!), das coole "Arm-aus-dem-Fenster-hängen" und vor allem das völlig durchgeknallte Überholen auf der Landstraße ohne Rücksicht auf Verluste!!
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Momentan warten wir hier mal wieder auf Levante, es gab ein paar ganz nette Poniente-Tage die vergangene Woche mit 5,5 bis 5,9 qm, wo es mich auch im Shorebreak ein paar Mal ganz gut gewaschen hat, aber sonst war nichts aufregendes...ach ja, für die letzten drei Tage bin ich noch umgezogen, allerdings nur etwa hundert Meter innerhalb des großen Gartens meiner verrückten Engländer - meine Casita war nämlich vermietet und jetzt wohne ich in einer Art großem Zelt mit denselben marokkanischen Möbeln, Kühlbox und riesigem Bett...superromantisch und sehr zum Empfehlen!!!! Im Bad habe ich beim Zähneputzen den gesamten Sternenhimmel über mir! Der einzige Nachteil ist, daß ich jetzt immer auf dem Bett malen muß - oder daß es manchmal vorkommen kann, daß plötzlich mitten in der Nacht riesige grüne Heuschrecken direkt über einem an der Decke hängen - was mich jedesmal mit einem Schrei aus dem Bett jagt!!!! Aber dafür habe ich ja gottseidank meinen tapferen Rob, der jegliches Ungeziefer erbarmungslos zur Strecke bringt!!!! |
Nächste Woche werde ich mit den Engländern für drei Tage auf große Kauftour nach Marokko fahren und mich danach selbständig machen und die Surfspots Essaouira, Moulay Idriss und Sidi Kaouki testen!!! Rob kann leider nicht mit, weil er 1. keinen Reisepaß hat, 2. arbeiten muß und 3. (guter Grund!!) seine Eltern kommen!!! Sehr schade, zu zweit wäre es natürlich noch lustiger gewesen...aber ich werde mich auch allein gegen die ollen Marokkaner zur Wehr setzen können!!!
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Montag, 16. Juli 2001: Letzte Woche war da doch tatsächlich mal ein Tag mit Levante - die üblichen 7 - 8 Beaufort, am Anfang mit meinem wunderschönen neuen blütenweißen 4,1er BULL-Segel super zu fahren, nach einer Stunde war aber leider mal wieder reines Überlebenstraining angesagt!! Ich hätte ja 3,5 qm aufbauen können, aber ich bin am Strand einfach umgekippt und habe zwei Stunden im Windschatten geschlafen!! Jaja, die Windfee - aus der wird echt nix mehr!!!!! War trotzdem echt ein Traum und hat total Spaß gemacht - leider gibts hier solche Tage immer noch viel zu selten. Wenn ich wieder zuhause an meinem Computer sitze, werde ich mal mit Excel eine Tabelle mit einer Windstatistik bauen....die wird wahrscheinlich sehr ernüchternd ausfallen!!! |
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Vorgestern gab es nochmal einen Tag mit etwas stärkerem Poniente, 5 Beaufort, schön konstant, den Rob und ich zum "Chicken Loops"-üben genutzt haben, außerdem habe ich mein ganzes Repertoire an ungestandenen Manövern durchgezogen...sehr spektakulär!!! Aber man braucht eh nicht versuchen, gegen die Locals hier anzufahren, die loopen einem auf diesem Kabbelwasser so dermaßen um die Ohren!!!!
Ansonsten versuchen wir jedes Wochenende tapfer, bis drei Uhr morgens in einer der vielen Bars hier durchzuhalten, bis man endlich mal tanzen gehen kann, aber bisher war das Bett (etc.) dann doch immer verlockender. Überhaupt schwanken Rob und ich aufgrund der bevorstehenden Trennung immer mehr zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt - aber das hat man halt davon, wenn man sich im Ausland so dermaßen verliebt!!!! Ich werde jedenfalls morgen nach Marokko abzischen, sogar ganz auf eigene Faust, allerdings habe ich in Essaouira Rachid Roussafi, den ich besuchen kann....und außerdem hat es da sicher auch wieder einen ganzen Haufen netter Surfer, mit denen man abends ums Lagerfeuer sitzen und Surferlatein loslassen kann!!
Und was ich alles in Marokko erlebt habe, lest ihr hier.....
Mahalo, Eure ***WINDFEE***