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Montag, 23 . Juli 2001
 

Eher gewöhnungsbedürftig: die Metzgereien in Essaouira
Das Essen gestern war echt lustig! Schon beim Einkauf habe ich mich köstlich amüsiert: eigentlich wollte ich Spaghetti mit Hühnchen-Pesto machen, nachdem ich mir aber die absolut unsäglichen Fleischstände in der Medina angeschaut hatte (die verkaufen echt die wildesten Sachen - mit Fliegen gratis - und Huhn gibt's höchstens grob in Stücke gehackt, mit Knochen und allem!!!), habe ich mich doch eher für Tomaten und Champignons aus der Dose entschieden...

Als ich mit den Zutaten um 21 Uhr ankam, stand nur Boris, der Russe, etwas ratlos in der völlig versifften Küche herum (die anderen waren noch im Internet-Café) und wir mußten erstmal eine Viertelstunde ackern, um Herd etc. in einen halbwegs kochbereiten Zustand zu bringen. Warum muß es bei Jungs Anfang Zwanzig immer aussehen, als hätte eine Bombe eingeschlagen?????

Der Abend war echt spaßig, Boris hat alle außer mir und Olivier (der seit einer Woche die marokko-typische "Montezumas-Rache" hat) zum Pastis-trinken animiert (Puuhh, das Zeug ist echt absolut widerlich!!!), so daß die Diskussionen irgenwann völlig aus dem Ruder liefen und wir uns am Schluß aufs Kartenspielen verlegen mußten.
Ein Meer an Farben: der Gewürzmarkt in Essaouira
Heute waren jedenfalls alle eher etwas später am Strand und ich hatte sogar mal Gelegenheit, 5,5 qm zu fahren, war allerdings nach kürzester Zeit wieder fett überpowert (Lago - ich vermisse Dich!!!). Da ich aber sowieso noch wegen Geschenken in die Medina checken wollte, kam ich ums Umriggen gerade noch drumherum!

Diese Medina ist echt völlig strange - sie liegt am felsigen nördlichen Ende der Bucht, ist komplett von einer riesigen Mauer umgeben (mit riesigen Kanonen Richtung Meer etc.) und zum Teil recht logisch mit schachbrettmusterartigen Straßen aufgebaut. Angeblich wurde sie von einem europäischen Baumeister, der wegen irgendeinem Verbrechen auf der vorgelagerten Insel gefangengehalten wurde, entworfen.

Die Straßen - oder eher Gassen - sind gesäumt von Barbieren, Obstständen, Patisserien und den wildesten und vollgestopftesten Kunsthandwerksläden. Ein Traum, wenn man den marokkanischen Stil liebt (das trifft bei mir voll zu!!!) und vor allem noch genügend Geld hat (das trifft bei mir leider schon lange nicht mehr zu!!!!).

Aber - wie Stefano so schön sagte (leider ist er gestern schon abgereist): "Du wirst Dich in den Arsch beißen, wenn Du wieder zuhause bist und nichts von diesen vielen schönen Sachen mitgebracht hast!!!!" Recht hat er!!!!! Morgen wird eingekauft!!!!!!

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