|
Was soll man bei einem Bild wie dem rechts schon noch groß sagen????!!!! Am besten gar nichts - keine Beschreibung wird der majestätischen Schönheit dieser schwärzesten aller Kanarischen Inseln gerecht! Aber man kann verstehen, warum Künstler aus aller Welt hierher reisen, um sich von der Weite und dem Farbenspiel von Timanfaya inspirieren zu lassen.... |
![]() |
....so
auch ich!!!! Mitte September 2002 packte ich mein Malzeug ein, um mich
einen Monat lang in einer kleinen Casita "in the middle of nowhere"
endlich mal ganz in Ruhe der Malerei zu widmen.
Daß in meinem 90 Kilo schweren Gepäck auch mein Surfgerödel steckte, brauche ich ja wohl nicht extra zu erwähnen - oder??? ;-)) |
Was ich dort
in den vier Wochen so alles erlebte, kann man im Tagebuch
nachlesen und man sollte auch nicht die beeindruckenden Landschaftsfotos in
der Galerie verpassen.
Hier kommen jetzt aber erstmal die Surfinfos:
als ich im April 2002 zum ersten Mal für eine Fotoproduktion nach Lanzarote
reiste, konnte mir kein Mensch so genau erklären, wo man überhaupt
surfen kann....das war schon okay, schließlich war ich ja auch zum Arbeiten
da!! Aber interessiert hat es mich halt schon - vor allem, weil wir genau
eine Woche lang die heftigsten 6 - 8 Windstärken hatten, so daß
ich mein Team ständig mit den diplomatischsten Reden von der Arbeitsverweigerung
abhalten mußte!! Also das perfekte Surfrevier, schien mir......nur -
wo aufs Wasser gehen????
|
Da
bekanntermaßen der Hauptwind der Kanaren (zumindest im Sommer)
der Nordost-Passat ist, sind die besten Strände für sideshore
Wind die nördlich von Arrieta und Arrecife. Schlauerweise hat die
Natur der 60 km langen und 30 km breiten Insel ein Rückgrat aus
Vulkanbergen geschaffen, so daß der Wind nochmals thermisch verstärkt
wird. Es hat zwar meist mindestens eine Windstärke weniger Wind
als auf Fuerte oder Gran Canaria...aber wer braucht im Sommer schon
7 - 10 Beaufort!!!
(Ein Klick auf die Karte zeigt die Vergrößerung) |
Die
gesamte Nordwestküste ist aufgrund der extrem gefährlichen
Strömungen nur sehr, sehr guten Surfern zu empfehlen - einzig
die große Bucht von Famara östlich
von La Caleta ist bei Nordwestwind noch zu empfehlen, bei Nordost
gehört sie wegen der Abdeckung durch die riesige steile Felsküste
an der Luvseite dann doch eher den Wellenreitern....und davon hat
Famara genügend!!! |
COSTA
TEGUISE
Der einzige Surfspot der Insel, an dem man
auch Material leihen kann - unlogischerweise drängeln sich hier in einer
kleinen Bucht, die auch noch eine total bescheuerte Windabdeckung durch riesige
Hotels hat, an die acht Surfstationen. Der Strand heißt Playa
de las Cucharas und ist am besten zu finden, indem man den Schildern
zum Hotel Gran Mélia Salinas hinterherfährt, das (schlecht für
den Wind...) gleich nordöstlich daneben liegt. Am sinnvollsten fand ich
die deutsche Station von Carsten gleich neben der Rotkreuz-Station, die mit
JP- und F2-Material und Neil Pryde-Riggs ausgestattet ist. Von dort kommt
man ohne viel Schlepperei ans Wasser und ist (bei Nordost-Passat) auch noch
am ehesten in Luv der Bucht. Preise etc. könnt ihr unter www.windsurflanzarote.com
(info@windsurflanzarote.com)
nachsehen.
Dann gibt es auch noch eine sehr nette Station ein Stückchen die Straße
hoch, sie heißt YOUTH 3 (Calle Marajo 9,
Tel/Fax: 0034/928/346084), wird von einem sehr charmanten und gut deutsch
sprechenden Franzosen geführt und hat Fanatic Boards und Neil Pryde Segel
im Programm. Links daneben ist noch eine spanische Schule und wenn man wieder
zum Strand runter auf die Leeseite geht, findet man noch die französische
UCPA und die spanische Kult-Station El
Nino - die Preise sind alle in etwa vergleichbar, man
sollte die Wahl der Schule von der eigenen Materialpräferenz abhängig
machen und wenn man einen Kurs buchen will, vielleicht auch noch von den Sprachkompetenzen
der Lehrer... ;-))
Aber der Grund, warum sich hier trotz der immensen Windabdeckung beim Rausfahren
alle drängeln, ist das vorgelagerte und - wie ich finde - sehr
einsteigerfreundliche Riff. Sobald man
erstmal durch die hafenartig eingefaßte Bucht geeiert ist, drückt
der Wind sehr konstant ins Segel und nach zwei bis drei Schlägen kann
man direkt in die Wellen des Riffes , das auf der Höhe des Hotel Gran
Mélia Salinas liegt, hineinfahren. Auch bei Ebbe bleibt immer noch
genug Wasser unter der Finne, nur näher am Strand muß man beim
Halsen langsam wieder auf Felsen achten. Man springt dort bei regulärem
Nordost-Passat rauswärts mit Wind von links, die meisten reiten die Wellen
zurück wieder backside ab. Und so sieht es da aus (ein Klick auf's Bild
liefert die Vergrößerung) .....
|
In
der Bildmitte der Windkiller: das Hotel Gran Mélia Salinas...
|
....im
Vordergrund Windlöcher, im Hintergrund die weißen Schaumkronen
des Riffes....
|
.....rechts
das Dunkle sind die Felsen in Lee ;-))
|
Noch
eine Möglichkeit, zu diesem Riff zu kommen ist die Playa
Los Charcos nordöstlich anschließend an das Hotel GMS, die
allerdings - laut der Locals - nur bei Flut den Weg auf's Wasser freigibt.
Als ich im September dort war, hatten wir ca. 1,5 m Welle am Riff, die aber
im Winter auch locker bis zu 3-4 m hoch werden soll. Was mir dort besonders
gefiel, war, daß die Welle dort nie hohl gebrochen ist und man sogar
Waschgänge immer ziemlich locker überstanden hat. Auch die Farbe
des Wassers dort draußen ist ein Traum.....babypastelltürkisblau!!!!
Südlich von Arrecife liegt noch die Playa Honda,
sowie das ziemlich fiese Touristenzentrum Puerto del
Carmen, die Strände dort sind sehr breit und ungefährlich
und haben bei Nordost- und Südwestwind sehr gute sideshore Slalombedingungen.
Es gibt allerdings keine Schulen oder Ausleihmöglichkeiten.
FAMARA
Wie
oben schon beschrieben, ist Famara kein ganz einfacher Spot, pro Jahr ertrinken
aufgrund der Unterwasserströmungen bis zu zehn Menschen!!! Sinn macht
es dort nur bei Nordwestwind, der dann allerdings auch genialen Swell mitbringen
kann. Fred Niedner von der Stehsegelrevue hat mir erzählt, daß
er dort einmal im Winter mit Alex Humpel geradezu epische Bedingungen vorgefunden
hat. Er empfiehlt, noch vor dem Ort Caleta die Strandstraße nach ganz
rechts durchzufahren, oben um die Feriensiedlung drum herum und dann unterhalb
der Steilküste bis ganz ans rechte Ende des Strandes - da hätte
man den besten Einstieg und könnte die Wellen ewig lang abreiten. Fotos
von Famara hier.
Zu erwähnen wäre auch noch der Club La Santa,
etwa 10 Kinometer weiter westlich an der Küste (zu erreichen über
die Nebenstraße von Caleta über Sòo und Tinajo), in dem
unter anderem die ganz krassen Sportler für den Iron Man trainieren.
Dort kann man angeblich auch Material ausleihen - allerdings nur, wenn man
Bewohner des Clubs ist.
JAMEOS DEL AGUA
Jameos ist eigentlich fest in der Hand der Locals und das hat auch einen guten
Grund: erstens ist der Zugang zum Wasser nur zu finden, wenn schon Autos dastehen
und zweitens sollte man ganz genau wissen, wo und wann man rausgeht oder wo
man die Halsen setzt, sonst landet man unweigerlich in den Felsen! Sandstrand
- niente!!! Nicht mal ein Meter!!! Auf dem dort vorgelagerten Riff gibt es
eigentlich schon bei 5 Beaufort eine schöne 1,5 - 2 Meter-Welle mit meist
Wind von links, im Winter soll es locker bis 5 m hoch werden. Um zum Spot
zu kommen, fährt man nach Arrieta (am dortigen
Strand kann man auch auf's Wasser, hat aber kein Riff und eher Slalombedingungen)
und dann nordwestlich Richtung Orzola - Jameos del Agua.
|
Der
Blick vom Touri-Parkplatz auf den Spot, an dem Schild muß man
noch rechts dran vorbei....
|
....der
Blick auf den Channel....
|
.....und
der Blick vom Channel hoch zum Gebäude von Jameos del Agua (links)
|
|
Wenn
man dann erst mal draußen ist, ist es schon nett :-)
|
So
können die Felsen dort auch aussehen - zusammengeschobene und erkaltete
Lava....scary!!!
|
Für
die nichtsurfende Freundin hat es sogar nette Felsburgen zum Schutz
vor dem bösen Wind ;-))
|
