Das palmengesäumte Party-Paradies

Diese Postkarte lügt tatsächlich nicht: wenn man in der Dominikanischen Republik Urlaub macht, wird einem jedes der rechts gezeigten Postkartenmotive praktisch täglich über den Weg laufen - oder im Fall der Palmen "im Weg stehen".

Aber wer glaubt, "Hispaniola" bestünde nur aus Palmen und breit grinsenden hübschen Jungs, der irrt.

Das Hinterland besticht durch seine Vielfältigkeit, immerhin vier Klimazonen vereint die Insel auf sich, von der Wüste der Enriquillo Senke (40 m unter dem Meeresspiegel) bis zum höchsten Berg der Karibik, dem Pico Duarte (Höhe 3175 m).

Und dazwischen palmengesäumte Traumstrände, endloser Regenwald, fruchtbare Ebenen, quirlige Städte und freundliche Menschen.




Solche netten "Dame"-spielenden Herren sind in den großen Touristenorten der Nord- und Ostküste schon etwas schwieriger zu finden. Sie könnten einem sicher erzählen, wie alles angefangen hat auf der Insel. Daß sie zum Beispiel schon um 3000 v.Chr. von den Siboney-Indianern besiedelt wurde, die ca. 200 n.Chr. von den Taino verdrängt wurden, die wiederum vom 11. bis zum 15. Jahrhundert immer wieder von den Kariben überfallen wurden.

Viel schlimmer war aber die Landung von Christoph Kolumbus am 5. Dezember 1492 - denn von da an wurde die Insel systematisch kolonialisiert, durch Zuckerrohranbau und Goldförderei ausgebeutet und im 17. Jahrhundert sogar praktisch entvölkert. Danach wurde sie so lange zwischen Spaniern, Franzosen und um 1920 sogar von den Amerikanern hin- und hergeschoben, bis das hohe Potenzial der Insel schließlich völlig unter Diktaturen und Korruption verschwand.


Besonders im Entwicklungsland Haiti, dem westlichen Drittel der Insel, sieht man überall die Konsequenzen dieser Entwicklung.

Seit Anfang der neunziger Jahre boomt der Tourismus auf dieser schönen Karibikinsel und schon heute ist er neben der Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle des Landes. Wenigstens erläßt die heutige sozialdemokratische Regierung Gesetze, nach denen kein Hotel höher als die Palmen sein darf und auch keine Bäume mehr abgeholzt werden dürfen (naja, ob sich daran wohl jemandhält...???).

So, jetzt aber genug von den neunmalklugen geschichtlichen Diskursen, schließlich will man in Cabarete ja hauptsächlich Spaß haben - und da gibt es genügend Möglichkeiten..........



Aber hier gibt es erstmal einen Link zu den sehr guten Übersichtskarten auf www.cabareteinfo.com - ein Klick mit der rechten Maustaste (PC) vergrößert die dort befindlichen Karten und liefert einen super Überblick über den Ort mit seinen Hotels und Restaurants und die angrenzenden Buchten.

Aber im Prinzip reicht es auch, wenn man am ersten Tag mal die zwei Kilometer Hauptstraße durch Cabarete rauf und runterläuft, dann weiß man eigentlich eh schon, wo alles Wichtige ist.
:-)



Wellenreiten

Die inzwischen bekannteste Bucht zum Wellenreiten ist Encuentro, gleich 5 km westlich von der Bucht von Cabarete und mit dem Motoconcho in fünf Minuten zu erreichen (für 50 Pesos hin und zurück, Taxi für mehrere Personen 300 - 400 Pesos). Dort gibt es inzwischen auch einige Schulen, die kleine Surfbretter, sowie Malibus verleihen.
Trips nach Encuentro organisiert auch fast jede Station in Cabarete, oder man checkt schon mal im Voraus unter www.321takeoff.com oder www.cabaretesurfcamp.com
Beim Surfcamp kostet der Transfer zum Beispiel 5 $, mit Material 15 $ pro Tag.

Außerdem soll es in östlicher Richtung noch eine Bucht geben, die Mananero heißt und wo man die Wellen angeblich
für sich alleine hat - also rauf auf's Motoconcho und Material mitnehmen!


Tauchen


Praktisch jedes Hotel und jede Station hat Beziehungen zu irgendeiner Tauchschule - diejenige, die mir am meisten ans Herz gelegt wurde und die direkt am Hotel Estrella del Mar eine Dependance hat, liegt gleich gegenüber zum Eingang vom Pro Cab und heißt Dolphin Dive Center. Der Besitzer ist Michel Bonin, ein ganz herziger Franzose und dort kann man jeden Montag und Dienstag nachmittag mal im nahegelegenen Pool ausprobieren, wie es sich so unter Wasser atmet - kostenlos!!! Netterweise durfte ich auch mitmachen und was ich dort im Pool, sowie in Sosua in 12 Meter Tiefe so erlebt habe, könnt ihr im Tagebuch nachlesen.....

Das Dolphin Dive Center hat auch eine nagelneue Tauchbasis in Sosua und organisiert Trips zu den verschiedenen Unterwasser-Sehenswürdigkeiten. Nur Schnorcheln allein kann man auch gehen, das kostet dann um die 18 $ mit Transfer und Bootsfahrt.

Die sonstigen Preise kann man auf der neuen Website nachlesen: www.dolphindivecenter.com
E-Mail:d.divecenter@codetel.net.do oder Telefon: 001-809-571 0842

Reiten

Fast alle Surfstationen haben gute Connections zu den diversen Reitställen rund um Cabarete - wenn man Happy-Gast ist, sind Ausritte sogar umsonst. Will man sich selbst drum kümmern, ruft man die Buffalo Ranch an, die ein Stück westlich außerhalb Cabaretes an der Straße Richtung Sosua liegt (Tel: 001-809-915 9774) oder die Montana Ranch (Tel: 001-809-586 9373 oder an der Rezeption vom Hotel fragen).

Canyoning


Normalerweise kann man mich ja mit sowas jagen, aber im Februar 2002 hatte ich zufällig Gelegenheit, auf so eine Tour mitzugehen und es war der Mega-Spaß!!! Organisiert werden Canyoning-Touren zum Beispiel von Mike von Get Wet und einen Bericht über eine solche Tour findet ihr ebenfalls im Tagebuch. Mike erreicht man unter getwet_cabarete@hotmail.com

Mountainbiken


Auch nicht gerade mein Favourite, aber es gibt ja Leute, die sich gerne aus eigener Kraft auf Berge hochquälen - Iguana Mama hat für diese Spezies alle möglichen Arten von Adventure-Touren quer durch die Berge der Dominikanischen Republik (und wie gesagt, der Pico Duarte ist immerhin 3175 m hoch!!!!).
Genaueres unter www.iguanamama.com, E-Mail: info@iguanamama.com, Tel: 001-809-571 0908 oder Fax: 001-809-571 0734


Sehenswürdigkeiten


Da Mietwagen recht günstig zu bekommen sind (Büros sind überall an der Hauptstraße, ein Auto kostet ca 20 - 30 $ pro Tag, ein Motorroller um die 15 - 20 $.), sollte man auch mal eine Tour mit ein paar Leuten auf eigene Faust machen, entweder nach Santo Domingo, der ältesten Stadt mit dem ersten Krankenhaus und der ersten Universität der neuen Welt oder nach Samanà, wo man von Dezember bis März an Bacardi-Feeling-Stränden den Buckelwalen bei der Aufzucht ihrer Jungen zusehen kann. Ebenfalls schöne Strände für Tagestouren sind die Playa Grande, die Playa Caletòn oder der Indiana Beach. Auch den Karneval im Februar und August sollte man gesehen haben, wenn Hunderte von dämonisch maskierten Teufeln in den Straßen ihr Unwesen treiben und alle großen Städte eine Bühne für farbenprächtige Spektakel werden. Und wenn man sich für die Herstellung von einheimischem Rum interessiert, könnte sich ein Besuch in der Rum-Fabrik Brugal in Puerto Plata (40 km von Cabarete) auch noch lohnen.
Tagestouren zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten bekommt man in jedem Hotel, bei El'Tour (auf der Hauptstraße neben dem Lax) oder auch bei Freddy Tours, Tel/Fax: 001-809-571 0829 oder E-Mail: freddy_tours@hotmail.com

Spanisch lernen

Da man immer und überall netter von den Einheimischen aufgenommen wird, wenn man ihre Sprache spricht und das Lernen unter Palmen garantiert leichter fällt, sollte man sich die Chance zum Spanisch büffeln nicht entgehen lassen. Zum Beispiel in der Casa Goethe (Intercultural Language Institute), La Puntilla #2, El Batey kurz vor Sosua, Tel: 001-809-571 3174 oder Fax: 001-809-571 3174


Restaurants & Bars

Ich kenne keinen Surfspot, der so dermaßen viele und unterschiedliche Bars und Restaurants aufweisen kann, wie Cabarete - außer vielleicht noch Kapstadt, aber da wird man sich schwer tun, eine nach der anderen im Laufe eines Abends und ohne Auto abzuklappern. Den Strandabschnitt zwischen der Vela und der Happy-Station kann man schon fast als Amüsiermeile bezeichnen, allerdings ohne jeden faden Beigeschmack. Die "leichten Mädchen" (von denen sich manche Freunde von mir schon geradezu bösartigst belästigt fühlten - die Ärmsten!!!!) wurden ins Las Brisas verbannt, wo hauptsächlich einheimische Merengue-Musik gespielt wird.
Unsere Favoriten waren das Lax, wo manchmal auch Live-Musik gespielt wird und man sich mit den Zehen im Sand und auf ganz relaxten selbstgebauten Stühlen ganz langsam mit seinen Kumpels einen Pitcher Wodka Bull teilen kann und ganz besonders das Onno's. Ich glaube, ohne das Onno's wäre ich in den fünf Tagen Regen damals durchgedreht, aber dort konnte ich mich nach dem täglichen zwangsweisen Faulenzen nachts so richtig austoben!! Die Musik ist extrem tanzbar, schwankt von Dance über Hip-Hop bis zu Alternative, je nachdem wie der DJ drauf ist und spätestens um 2 Uhr nachts kocht der Laden.

Zum Essen würde ich ebenfalls das Lax empfehlen, die Pizza dort ist für karibische Verhältnisse echt gut, außerdem das "58" vom Kitecamp im Procab, wo man zwar ein Stück hinlaufen muß, aber dafür mit Riesenportionen belohnt wird. Die fast täglich wechselnde , aber dafür kleine Karte ist ziemlich auf junge Leute mit viel Hunger abgestimmt und reicht von dicken Burgern und leckeres karibisches Huhn mit Reis bis zu Spareribs und Pizza. Wenn man eine Unterkunft ohne dickes Frühstück gebucht haben sollte, sollte man sich nicht das leckere Frühstück in Dick's Bakery (auf Höhe der Villa Taina an der Hauptstraße) entgehen lassen. Man sitzt dort auch ganz gemütlich und trifft viele "europäische Einheimische". Im italienischen Restaurant Piccolo (direkt am Eck, wo die kleine Straße schräg zum Strand abbiegt) gibt es jeden Dienstag Spaghetti mit drei Soßen soviel man will und wenn ich das richtig im Kopf habe, zahlt man nur die Getränke - auch nicht schlecht!!!
Ansonsten sollte man sich unbedingt auf eigene Entdeckungstour machen, denn soviel Auswahl wie in Cabarete wird man so schnell in keinem Urlaubsort mehr bekommen.



Wichtiges

Wenn ich richtig gesehen habe, gibt es nur zwei Banken mit Cash-Automaten in dem Kaff Cabarete, die BHD so ca. auf der Höhe vom Lax, wo die zwei kleinen Querstraßen vom Strand auf die Hauptstraße treffen und die BanInter schräg gegenüber der Vela-Station an der Hauptstraße ortsauswärts. Es empfiehlt sich, Travellerschecks mitzunehmen, die Wechselstuben nehmen auch keine Kommission, beim Einlösen muß man aber einen Personalausweis dabeihaben. Im August 2004 war der Wechselkurs 1:34, da der dominikanische Peso aber an den amerikanischen Dollar gekoppelt ist, sollte man sich vor der Reise nochmal bei der Bank nach dem aktuellen Stand erkundigen.

Internet gibt es an der gesamten Hauptstraße, am günstigsten, gemütlichsten und schnellsten fand ich es im News Cafe (rechts neben dem Eingang der Villa Taina) und im TeleCabarete rechts neben dem Onno's - das ist auch ganz praktisch, denn dort bekommt man die Zeit, bis im Onno's wirklich was los ist, sehr sinnvoll 'rum. ;-)

Strom läuft dummerweise wie in Amerika nur auf 110 Volt und einen speziellen Adapter (amerikanischer Flachstecker) braucht man auch - das Aufladen von Akkus dauert also deutlich länger und ich hatte auch das Gefühl, daß mir der Akku meines Laptops die niedrige Stromspannung nachhaltig übel genommen hat.

Landessprache ist Spanisch, in den Hotels und Stationen wird aber auch immer Englisch gesprochen, Handys funktionieren nur mit einem Triband-Telefon im normalen GSM-Netz - ist aber eh schweineteuer!!!

So - und jetzt fällt mir nix mehr ein!!!! Sollten echt noch Fragen offen geblieben sein, schreibt einfach eine Mail!!!!!  :-))
Vielleicht laufen wir uns ja zufällig mal irgendwo auf dem Wasser oder auf der Tanzfläche des Onno's über den Weg - man weiß nie!!

Die Surferwelt ist klein!!!!  :-))